In 2:08,36 Std. gewinnt Evans Kipkosgei Ruto aus Kenia und schafft die heiß ersehnte internationale Spitzenzeit. Auch Sabrina Mockenhaupt feiert einen Start-Ziel-Sieg, muss aber dem hohen Tempo am Ende Tribut zollen. Der Favorit Miereczko Maciek aus Troisdorf gewinnt den Halb-Marathon in einer für das trübe Wetter guten Zeit.
Marathon-Chef Harald Rösch kann durchatmen. Endlich ist der Köln-Marathon nicht nur zahlenmäßig, sondern auch der Rekordzeit nach internationale Spitze. In 2:08,36 Std. gewinnt Evans Kipkosgei Ruto aus Kenia und bringt die Breitensport-Veranstaltung auch sportlich ins Rampenlicht. Zeitgleich kommt Samson Bungei Kipto (Kenia) ins Ziel und auch der dritte, Khamis Adam aus Brunei liegt in 2:09,09 unter der magischen Grenze von 2:10 Std. Und auch Lokalmatadorin Sabrina Mockenhaupt konnte sich feiern lassen. Ihr fehlte am Ende aber offenbar die Kraft. In 2:30,12 blieb sie knapp über der 2:30-Grenze. Doch war ihr Sieg nie gefährdet - Rose Nyangacha kam acht Minuten später als Zweite an.
Kölns zukünftiger OB Jürgen Roters überzeugt sportlich mit einem lockeren Auftritt beim Halb-Marathon und belegt in 2:17,34 Std. Platz 6328 - und liegt damit nur knapp eine Stunde und zehn Minuten hinter dem Sieger. Als viele Läufer noch nicht einmal die Hälfte der Strecke bewältigt hatten, stürmte der in Deutschland lebende Pole Miereczko Maciek, der für LAZ Puma/Troisdorf startet, in hervorragenden 1:07,10 Std. ins Ziel. Maciek war schon am Start als der Top-Kandidat gehandelt worden. "Ich war überrascht, wie leicht mir der Sieg gefallen ist", freute sich der Pole in einem Interview mit ksta.tv. Für ihn ist der Sieg auch ein kleines Trostpflaster. Ursprünglich sollte er nämlich bei der Leichtathletik-WM in Berlin im Marathon an den Start gehen. Doch der polnische Verband zog seine Nominierung kurzfristig zurück. Maciek: "Jetzt bin ich sehr zufrieden. Besser geht es nicht." Für eine Sensation sorgte aber sein Vereinskamerad Dominik Fabianowski. Der 20-Jährige wurde hinter Maciek Zweiter - ein schöner Doppelerfolg für den Troisdorfer Trainer Thomas Eickmann. Fabianowski, der in Rösrath lebt, war sichtlich stolz: "Ich habe viel trainiert. Das ist der Lohn."
Bei den Frauen setzte sich deutlich Julia Viellehner aus Passau in 1:14,36 std. durch. Vier Minuten nach ihr kam Ulla Gatzweiler von der LG ASV DSHS Köln ins Ziel - und wurde damit auch gleich "Kölner Stadtmeisterin". Diesen Titel holte sich bei den Männer Lars Haferkamp.
Alles andere als ein Vergnügen wurde der Lauf für die Inline-Skater. Teilweise strömender Regen machte die Strecke glatt und gefährlich. Einige Teilnehmer verzichteten deshalb auf einen Start. Die fünf schnellsten Skater kamen zeitgleich (1:14,01 Std.) ins Ziel, Toni Deubner überquerte als Erster die Ziellinie, die schnellste Nettozeit aber erreichte der Italiener Giacomo Cuncu. Bei den Frauen lagen vier Frauen in 1:26,37 Std. vorn. Erste im Ziel war Sabine Berg, schnellste nach der Nettozeit aber Katja Ulbrich. ksta.de
